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   Schoene_Adventszeit

 


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Die Geschichte von Kira


Die Geschichte von Kira ist nur eine Geschichte. Nicht weniger - aber auch nicht mehr.  Man kann sie lesen, man kann darüber nachdenken, vielleicht sogar etwas für sich mitnehmen. 

Man kann sie aber auch einfach übergehen, sogar ungelesen wegwerfen. Denn das ist das Schöne an Geschichten: Man kann damit machen, was man will.


Die Geschichte von Kira ist die Geschichte von einem kleinen Mädchen. Naja, so klein ist Kira eigentlich gar nicht mehr, sie ist immerhin elf Jahre alt und sogar 

ein bisschen größer als die anderen Mädchen in ihrem Alter. Außerdem ist sie die ältere Schwester. Die Geschichte von Kira ist aber auch die Geschichte von einem Mädchen, das nicht glücklich zu sein scheint. 

Obwohl Kira eigentlich alles hat, was sich Mädchen in ihrem Alter so wünschen. Sie hat coole Klammotten, darf so viel Fernsehen, wie sie will, und Ihr Handy ist auch ganz o.k.


Aber irgendwie kommt Kira mit den anderen nicht klar. Sie spricht immer weniger, am liebsten eigentlich gar nicht. Und weil die anderen ihr nicht ewig nachlaufen, hat 

sie kaum noch Freunde. Viele halten sie für sonderbar, weil sie oft alleine rumsteht. Manchmal wird sie deswegen gehänselt – Kinder sind eben so. Kira geht dann eben noch weiter weg.


Zum Glück hat Kira aber Lexa. Lexa ist Kiras kleine Schwester und eigentlich immer gut drauf. Lexa nimmt Kira so, wie sie ist. Außerdem nimmt Lexa Kira gerne als Vorbild, 

weil Kira als die ältere vieles schon besser kann.

Weil Lexa immer fröhlich ist, ist sie überall beliebt. Lexa hat ganz viele Freundinnen und alle wollen mit ihr spielen. Und die Erwachsenen freuen sich  immer, wenn sie Lexa sehen, unterhalten sich mir ihr und machen ganz viel Quatsch. Wenn Lexa zu Freunden geht, bleibt Kira daher am liebsten zu Hause.


Das wird schon wieder besser werden, wenn wir nur alle gut zu ihr sind, hatte Kiras Vater gesagt. Das liegt daran, dass es Kira schwer fällt, nach dem Umzug Freunde zu

finden, hatten die Bekannten gesagt. Kira müsse behandelt werden, um über den viel zu frühen Tod ihrer Mutter hinweg zu kommen, hatte der Psychiater gesagt.

Für Kira war das alles Quatsch. Sie ist eben so, wie sie ist. Und wenn den anderen das nicht gefällt, dann war das nicht ihr Problem. Sie kam ohnehin allein am besten klar.


Das dachte sie oft, wenn sie alleine war und sogar der Computer langweilig wurde. Einmal, als sie mal wieder in Gedanken versunken durchs Fenster schaut, sieht sie den Nachbarn

aus seinem Haus kommen. Der Nachbar war o.k. Er ist eigentlich nicht anders, als alle anderen und versteht sich gut mit Kiras Vater. Aber der Nachbar hatte von Kira nie verlangt, dass Kira ihn grüßt. 

Er hatte Kira auch sonst nie angesprochen. Wenn sich Kira und ihr Nachbar sahen, gingen sie einfach weiter ihrer Wege. „Warum konnte die ganze Welt nicht so sein, wie der Nachbar?“, denkt Kira traurig. Tränen kommen Kira natürlich nicht, denn Kira zeigt niemals Gefühle. 


Dann steht Kira langsam auf, geht aus dem Zimmer und schließlich aus dem Haus. Sie geht hin zum Nachbarn und sagt, so fröhlich, wie sie nur kann, „Guten Tag!“

So kannte der Nachbar Kira noch gar nicht und er ist so erstaunt, dass er über das ganze Gesicht strahlt.

„Das war eigentlich gar nicht so schwer“, denkt Kira später. Vielleicht mach ich das eines Tages ja nochmal…

Und ganz heimlich ist Kira fast schon ein bisschen zufrieden – womöglich sogar ein ganz klein wenig stolz.
Das hat die Welt über Nacht nicht geändert. Aber es war ein Anfang.

Martin Hacker

 

            


 

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